Viscoelastisch- viele "Matratzensuchende" haben das Wort mit Sicherheit schon einmal gehört. Was aber steckt dahinter? Die NASA (zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt) hat ursprünglich zur besseren Isolierung von Raumfahrtobjekten und zur Druckentlastung des menschlichen Körpers während Startphasen und Landephasen einen speziellen Schaumstoff, den viscoelastischen Schaumstoff, entwickelt. Schnell zeigten jedoch nicht nur Raumfahrtbehörden Interesse an diesem Schaumstoff, sondern auch Wissenschaftler, die sich mit der Entwicklung und Gesundheit des menschlichen Organismus beschäftigen. Orthopäden, die darauf aufmerksam wurden, entdeckten den angenehmen Liegekomfort, den das neu entwickelte Material bot, und gaben ein positives Urteil ab: "Diese Art von Matratzen seien gut für einen druckentlastenden, erholsamen Schlaf."
Das Besondere an diesem neuartigen Schaumstoff ist die individuelle Anpassung des Stoffes an den menschlichen Körper. Das heißt, dieser "reagiert" bei Belastung durch das eigene Körpergewicht und Körperwärme mit einer Anpassung an den Körper und nicht mit einer Gegenbelastung bzw. Gegendruck. Das ist vergleichbar mit einer Knetmasse, die den Körper ideal nachformt. Da aber kein Gegendruck besteht, ist der weiche Schaumstoff auf eine Kaltschaumplatte angebracht, um eine gewisse Stützkraft zu garantieren. Diese ist wichtig, da ansonsten der Körper "durchsacken" würde und aus ergonomischen Gesichtspunkten ungünstigen Liegepositionen führen könnte. Gerade in der Nacht erholt sich unsere Wirbelsäule von den Strapazen des Tages und da ist es wichtig diese Erholungsphase richtig zu nutzen. Übrigens tagsüber sollten im sitzen Berufstägige besonderen Wert auf einen Bürostuhl legen.
Durch die Körperwärme sinkt man erst ein wenig nach unten, weshalb man diesen Stoff auch als "thermoelastischen Schaumstoff" bezeichnet. Je nach Körpermasse und Körpergröße, wählt man ein geeignetes Matratzenmodell mit einer Schaumschicht von 4 bis 8 cm aus. Je schwerer man ist, desto dicker sollte die Schicht sein.
Das Raumgewicht, also wie viel Kilogramm ein Kubikmeter des benutzen Viscoschaumes wiegt, sollte 50 nicht unterschreiten. Die meisten viscoelastischen Matratzen besitzen ein Raumgewicht von 65. Schergewichtige Menschen (ab 100 Kilogramm) sollten einen Wert von 85 auswählen, wobei diese Matratzen dann erheblich teurer und auch schwerer sein werden.
Durch die Druckentlastung der Masse des Körpers auf der Matratze, kann sich eine Matratze positiv auf Schlafstörungen und Verspannungen auswirken. Morgendliche Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Gliederschmerzen können vermieden werden, da ungünstige Liegepositionen, durch die Anpassung an den Körper, verhindert werden. Gerade Rückenproblemen kann mit einer viscoelatischen Matratze gut vorgebeugt werden. Auf der richtigen Matratze zu liegen bedeutet circa ein Drittel seines Lebens richtig und rückenschonend zu liegen.
In den meisten Fällen sind viscoelastische Matratzen gesundheitsfördernd und wirken sich positiv auf das Schlaferlebnis aus. So ist es nicht verwunderlich, dass solche Matratzen im Handel für rund 300 bis 800 Euro zu den teuersten im Vergleich zu anderen Matratzen gehören. Je größer das Raumgewicht, desto qualitativ hochwertiger ist die Matratze, aber auch umso teurer. Ob sie einem letzten Endes gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden, weshalb sich ein Probeliegen empfiehlt. Vor dem Kauf ist eine ausführliche Beratung, die auf die einzelnen beeinflussenden Faktoren wie zum Beispiel das Schlafverhalten, die Schlafzimmertemperatur oder auch das Körpergewicht eingeht, immer zu empfehlen. Denn neben der richtigen Matratze spielt auch der Lattenrost für das Schlafen im
Bett eine wichtige Rolle.
Beitrag von Metamove: Marketing mit System